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By Han Shan

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So wies die Frau mich ab Zu knauserig um einem der arm dran ist auszuhelfen Sie werden um so törichter je größer der Besitz 32 Seit ich ins öffentliche Leben trat hab ich nur Last und Ärger All die Geschäftigkeit hat mich total verändert Doch konnte ich bisher nicht von den Konventionen lassen Fahre draum mit Höflichkeitsbesuchen fort Gestern sprach ich zum Tod eines gewissen Hsü mein Beileid aus Heut ging ich zum Begräbnis eines Herrn Liu Auf diese Art von Tag zu Tag beschäftigt Macht sich Verdruß in meinem Herzen breit 33 Oft denk ich an die Tage meiner Jugendzeit Als ich auf Jagd durchstreift die Gegend um P'ing Ling Mir stand der Sinn nicht nach Regierungsposten Schätzte selbst der Unsterblichen Dasein gering Auf einem Schimmel sprengte ich den ganzen Tag umher Ließ jubend meinen Falken auf die Hasen losEhe ich mich versah ist alles das zerronnen Die Haare weiß, wer kümmert sich dann noch um dich?

Sagt doch, was soll ich tun? Wirf ab den Körper- kehre heim auf verborgenen Gipfel! 42 Vor dreißig Jahren kam ich auf die Welt Immer auf Wanderschaft, tausendz tehntausend Meilen Reiste vom grasgesäumten Yangtsekiang Bis in den roten Staub des Grenzlandes im Norden Ich braute Elixiere, suchte vergebens nach Unsterblichkeit Studierte Schriften und rezierte die Geschichtswerke Heimgekehrt heute zum Han Shan Bette den Kopf ich auf dem Strom und wasche meine Ohren 43 Erinnerungen an Erlebnisse vergangener Zeiten Von einer Attraktion der Menschenwelt zog ich zur anderen Ich freute mich der Berge, erklomm schwindelnde Höhen Liebte das Wasser und segelte auf tausend Booten Gab Abschiedsfeste manchem Gast im Lauten-Tal Brachte die Zither und spielte auf der Papageien-Insel Wer hätt gedacht, daß ich nun unter diesen Föhren kauere Die Knie umklammert in sausender rauschende Kälte 44 Nach dem Orakel wählte ich einen abgelegnen Wohnort T'ien T'ai- was gäbe es da mehr zu sagen...

34 Sieh dort vom grünen Laub umrahmt die Blüten Wie lange wohl wird ihre Pracht noch dauern? Heut bangen sie vor einem Menschen der sie pflückt Morgen erwarten sie eines anderen Gartenbesen Wie lieblich sind der Jugend zarte Träume Doch viele Jahre führen dann zum Greisenalter Betrachte du die Welt wie jene Blüten Rosige Wangen, wer kann sie lang bewahren? 35 Einst reiste ich umher mit Schwert un Schriftrollen Ich lebte unter drei vollkommenen Herrschern Im Osten als Beamter fand ich nicht Anerkennung Im Westen als Soldat erwarb ich kein Ehrenzeichen Studierte schöne Künste und auch das Kriegshandwerk Studierte Kriegshandwerk und auch die schönen Künste Bis heute bin ich nichts geworden als ein Greis Was bleibt vom meinem Leben- nicht der Rede wert 36 Der weiße Kranich, einen Pfirsichzweig im Schnabel Machte nur alle tausend Meilen einmal Rast Er wollte in das Märchenland P'eng Lai Als Wegzehrung sollte der Zweig ihm dienen Noch nicht am Ziel, da fielen ihm die Federn aus Fern von der Schar wurde das Herz ihm schwer Doch als er in sein altes Nest zurückkehrte Da kannten Frau und Kinder ihn nicht mehr 37 Auf edlen Pferden, mit korallverzierten Peitschen Galoppieren sie über den Weg nach Lo Yang Noch geben sie an diese jungen Gecken Glauben nicht, daß auch sie einmal altersschwach werden Ein Weilchen noch, dann bringt das Leben weißes Haar Wer könnte seine roten Wangen lang bewahren?

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150 Gedichte vom kalten Berg by Han Shan


by Mark
4.2

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